Die Freie Gesellschaft ist der Spielerzusammenschluss in FFXIV – anderswo
„Gilde“ oder „Clan“. Sie gibt dir einen eigenen Chat, eine gemeinsame Truhe, Boni für
alle Mitglieder und, wenn ihr wollt, ein eigenes Haus.
Nicht verwechseln: Freie vs. Staatliche Gesellschaft
Das Spiel kennt zwei Dinge, die beide „Gesellschaft“ heißen:
- Staatliche Gesellschaft – die Streitmacht deines Stadtstaats (Maelstrom,
Foliant, Höllenfeuer). Da trittst du in der Hauptgeschichte bei, sammelst
Staatstaler und steigst im „Rang der Staatlichen Gesellschaft“ auf.
- Freie Gesellschaft – der Spielerzusammenschluss. Eigene Ränge, eigene
Währung (Gesellschaftstaler), eigenes Wappen.
Beides existiert parallel, beides hat „Taler“ und „Ränge“ – und genau daher kommt die
Verwirrung.
Beitreten: der normale Weg
Die meisten gründen nichts, sondern treten bei. Du brauchst dafür nur eine Einladung
oder eine Bewerbung – und solltest auf zwei Dinge achten:
- Die Stammwelt. Eine Freie Gesellschaft lebt auf genau einer Welt. Wenn du
viel auf einer anderen Welt spielst, siehst du wenig von ihr.
- Aktive Kommandos. Eine gut geführte Gesellschaft hat dauerhaft Boni laufen –
das ist der handfeste Vorteil einer Mitgliedschaft. Mehr dazu im
zweiten Teil.
Ein Wechsel ist jederzeit möglich, wird aber üblicherweise durch eine Wartezeit von
24 Stunden ausgebremst, bevor du der nächsten beitreten kannst. Plane den Wechsel
also, statt ihn spontan zu machen.
Gründen: ihr braucht vier Leute
Der Vorgang heißt im Spiel „Gründung Freie Gesellschaft“ und läuft in drei
Schritten:
- Gründungsantrag beim zuständigen NPC deiner Staatlichen Gesellschaft holen.
- Unterschriften sammeln – die Menüpunkte heißen wörtlich „Unterschriften
sammeln“, „Gründungsanträge unterschreiben“ und „Gründungsanträge einreichen“.
Üblicherweise braucht es drei Mitunterzeichner, also insgesamt vier Spieler.
- Einreichen – dabei legt ihr Name, Wahlspruch und den Stadtstaat fest.
Rechne mit einer Gebühr im mittleren fünfstelligen Gil-Bereich und damit, dass
alle Beteiligten eine gewisse Mindeststufe brauchen. Beide Werte hat Square Enix über die
Jahre angepasst – die Zahl, die im Spiel steht, gilt.
Meister, Ränge und Rangrechte
Der Kopf einer Freien Gesellschaft heißt Meister – nicht „Anführer“, das ist
der Begriff für PvP-Teams und Gruppen. Zwei Ränge sind fest verdrahtet: der
Meisterrang und der Gästerang; beide lassen sich nicht verändern. Alles
dazwischen gestaltet ihr selbst über „Rangordnung verwalten“: Ränge anlegen, frei
benennen und in der Hierarchie verschieben.
Je Rang vergebt ihr Rangrechte in vier Gruppen – Allgemein,
Truhe, Rechte über Mitglieder, Rechte über die Gemeinschaft und
Rechte über die Inhalte. Jedes einzelne Recht kennt drei Stufen:
| Stufe | Bedeutung |
| Erlaubt | alle mit diesem Rang dürfen es |
| Exklusiv für Anführer | nur die Führungsränge |
| Verboten | gesperrt |
Ein eigenes Recht ist übrigens „Wappen an Ausrüstung anbringen“ – wer das nicht
hat, kann das Gesellschaftswappen nicht auf seine Ausrüstung setzen.
Die Gesellschaftstruhe
Die Gesellschaftstruhe ist der gemeinsame Lagerraum: mehrere Fächer für
Gegenstände plus je ein eigenes für Kristalle und Gil. Wie viele Fächer
offen sind, hängt vom Rang der Gesellschaft ab.
Die Zugriffsrechte lassen sich je Rang und je Fach getrennt setzen – das ist der Punkt,
an dem viele Gesellschaften schludern:
- Nur Ansicht – sehen, nichts anfassen.
- Nur Hinterlegen – hineinlegen, aber nichts herausnehmen.
- Nur Entnehmen – umgekehrt.
Der Verlauf ist eure Versicherung
Die Truhe führt ein Protokoll darüber, wer was entnommen hat. Wenn etwas verschwindet,
schaut dort nach, bevor jemand beschuldigt wird. Für neue Mitglieder ist „Nur Hinterlegen“
plus ein Aufstieg nach ein paar Wochen die übliche und vernünftige Einstellung.
Wichtig für alle, die viel mit Projektionen
arbeiten: Ein Gegenstand, auf dem eine Projektion liegt, lässt sich nicht in die
Gesellschaftstruhe legen.
Rang der Freien Gesellschaft
Die Gesellschaft selbst sammelt Erfahrung – über Aktivitäten ihrer Mitglieder – und
steigt im Rang. Mit dem Rang wachsen die Truhenfächer, die Zahl gleichzeitig aktiver
Kommandos und der Zugang zu größeren Dingen: ein Grundstück lässt sich erst ab
einem mittleren Rang kaufen, die Werkstatt mit ihren
Gesellschaftsprojekten (Luftschiffe, Tauchboote, Hausfassaden) kommt später dazu.
Was du wissen solltest, bevor du gründest
- Eine Gesellschaft ohne Haus ist trotzdem eine Gesellschaft. Chat, Truhe und
Kommandos gibt es sofort; das Grundstück ist ein Fernziel.
- Rangrechte vor der ersten Einladung festlegen. Nachträglich aufräumen ist
unangenehmer, als es einmal richtig zu machen.
- Vier Leute, die auch spielen. Drei Unterschriften bekommt man schnell
zusammen – eine lebendige Gesellschaft daraus zu machen, dauert länger.
Weiter geht es mit dem Teil, den auch langjährige Mitglieder oft nicht kennen:
Kommandos, Gesellschaftstaler
und das Wappen.