Freie Gesellschaft: beitreten, gründen, verstehen

Warum zwei völlig verschiedene Dinge „Gesellschaft“ heißen, was das Gründen wirklich verlangt und wie ihr Ränge und Truhenrechte so setzt, dass es später keinen Ärger gibt.

🏰 Freie Gesellschaft Einsteiger Stufe 1–100 7 Min. Lesezeit Stand: Patch 7.55

Meister, Ränge und Rangrechte, Gesellschaftstruhe – und der Unterschied zur Staatlichen Gesellschaft.

Die Freie Gesellschaft ist der Spielerzusammenschluss in FFXIV – anderswo „Gilde“ oder „Clan“. Sie gibt dir einen eigenen Chat, eine gemeinsame Truhe, Boni für alle Mitglieder und, wenn ihr wollt, ein eigenes Haus.

Nicht verwechseln: Freie vs. Staatliche Gesellschaft

Das Spiel kennt zwei Dinge, die beide „Gesellschaft“ heißen:

  • Staatliche Gesellschaft – die Streitmacht deines Stadtstaats (Maelstrom, Foliant, Höllenfeuer). Da trittst du in der Hauptgeschichte bei, sammelst Staatstaler und steigst im „Rang der Staatlichen Gesellschaft“ auf.
  • Freie Gesellschaft – der Spielerzusammenschluss. Eigene Ränge, eigene Währung (Gesellschaftstaler), eigenes Wappen.

Beides existiert parallel, beides hat „Taler“ und „Ränge“ – und genau daher kommt die Verwirrung.

Beitreten: der normale Weg

Die meisten gründen nichts, sondern treten bei. Du brauchst dafür nur eine Einladung oder eine Bewerbung – und solltest auf zwei Dinge achten:

  • Die Stammwelt. Eine Freie Gesellschaft lebt auf genau einer Welt. Wenn du viel auf einer anderen Welt spielst, siehst du wenig von ihr.
  • Aktive Kommandos. Eine gut geführte Gesellschaft hat dauerhaft Boni laufen – das ist der handfeste Vorteil einer Mitgliedschaft. Mehr dazu im zweiten Teil.

Ein Wechsel ist jederzeit möglich, wird aber üblicherweise durch eine Wartezeit von 24 Stunden ausgebremst, bevor du der nächsten beitreten kannst. Plane den Wechsel also, statt ihn spontan zu machen.

Gründen: ihr braucht vier Leute

Der Vorgang heißt im Spiel „Gründung Freie Gesellschaft“ und läuft in drei Schritten:

  1. Gründungsantrag beim zuständigen NPC deiner Staatlichen Gesellschaft holen.
  2. Unterschriften sammeln – die Menüpunkte heißen wörtlich „Unterschriften sammeln“, „Gründungsanträge unterschreiben“ und „Gründungsanträge einreichen“. Üblicherweise braucht es drei Mitunterzeichner, also insgesamt vier Spieler.
  3. Einreichen – dabei legt ihr Name, Wahlspruch und den Stadtstaat fest.

Rechne mit einer Gebühr im mittleren fünfstelligen Gil-Bereich und damit, dass alle Beteiligten eine gewisse Mindeststufe brauchen. Beide Werte hat Square Enix über die Jahre angepasst – die Zahl, die im Spiel steht, gilt.

Meister, Ränge und Rangrechte

Der Kopf einer Freien Gesellschaft heißt Meister – nicht „Anführer“, das ist der Begriff für PvP-Teams und Gruppen. Zwei Ränge sind fest verdrahtet: der Meisterrang und der Gästerang; beide lassen sich nicht verändern. Alles dazwischen gestaltet ihr selbst über „Rangordnung verwalten“: Ränge anlegen, frei benennen und in der Hierarchie verschieben.

Je Rang vergebt ihr Rangrechte in vier Gruppen – Allgemein, Truhe, Rechte über Mitglieder, Rechte über die Gemeinschaft und Rechte über die Inhalte. Jedes einzelne Recht kennt drei Stufen:

StufeBedeutung
Erlaubtalle mit diesem Rang dürfen es
Exklusiv für Anführernur die Führungsränge
Verbotengesperrt

Ein eigenes Recht ist übrigens „Wappen an Ausrüstung anbringen“ – wer das nicht hat, kann das Gesellschaftswappen nicht auf seine Ausrüstung setzen.

Die Gesellschaftstruhe

Die Gesellschaftstruhe ist der gemeinsame Lagerraum: mehrere Fächer für Gegenstände plus je ein eigenes für Kristalle und Gil. Wie viele Fächer offen sind, hängt vom Rang der Gesellschaft ab.

Die Zugriffsrechte lassen sich je Rang und je Fach getrennt setzen – das ist der Punkt, an dem viele Gesellschaften schludern:

  • Nur Ansicht – sehen, nichts anfassen.
  • Nur Hinterlegen – hineinlegen, aber nichts herausnehmen.
  • Nur Entnehmen – umgekehrt.
Der Verlauf ist eure Versicherung

Die Truhe führt ein Protokoll darüber, wer was entnommen hat. Wenn etwas verschwindet, schaut dort nach, bevor jemand beschuldigt wird. Für neue Mitglieder ist „Nur Hinterlegen“ plus ein Aufstieg nach ein paar Wochen die übliche und vernünftige Einstellung.

Wichtig für alle, die viel mit Projektionen arbeiten: Ein Gegenstand, auf dem eine Projektion liegt, lässt sich nicht in die Gesellschaftstruhe legen.

Rang der Freien Gesellschaft

Die Gesellschaft selbst sammelt Erfahrung – über Aktivitäten ihrer Mitglieder – und steigt im Rang. Mit dem Rang wachsen die Truhenfächer, die Zahl gleichzeitig aktiver Kommandos und der Zugang zu größeren Dingen: ein Grundstück lässt sich erst ab einem mittleren Rang kaufen, die Werkstatt mit ihren Gesellschaftsprojekten (Luftschiffe, Tauchboote, Hausfassaden) kommt später dazu.

Was du wissen solltest, bevor du gründest

  1. Eine Gesellschaft ohne Haus ist trotzdem eine Gesellschaft. Chat, Truhe und Kommandos gibt es sofort; das Grundstück ist ein Fernziel.
  2. Rangrechte vor der ersten Einladung festlegen. Nachträglich aufräumen ist unangenehmer, als es einmal richtig zu machen.
  3. Vier Leute, die auch spielen. Drei Unterschriften bekommt man schnell zusammen – eine lebendige Gesellschaft daraus zu machen, dauert länger.

Weiter geht es mit dem Teil, den auch langjährige Mitglieder oft nicht kennen: Kommandos, Gesellschaftstaler und das Wappen.

Geschrieben von der FinalXIV-Redaktion. Inhaltlicher Stand: Patch 7.55. Zuletzt aktualisiert am 17. August 2026. Etwas veraltet oder falsch? Schreib uns im Forum – wir ziehen nach.

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